Wer kennt das Problem nicht: Der alte Kühlschrank, die kaputte Waschmaschine, Metallreste aus dem Keller — alles Schrott, aber wie wird man es los? Schrottabholung ist vielen völlig unbekannt, obwohl es eine der einfachsten und oft sogar kostenlosen Lösungen ist. Doch nicht alle Schrottankäufer sind gleich, und es gibt entscheidende Unterschiede bei Preisen, Service und was tatsächlich mitgenommen wird.
In Deutschland entsteht jährlich etwa 9 Millionen Tonnen Altmetall in privaten Haushalten — Tendenz steigend. Ein Großteil davon landet unnötig im Müll, obwohl es echten Wert hat. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Schrottabholung wirklich funktioniert, welche Preise Sie bekommen können, welche Gegenstände sich lohnen und wie Sie seriöse Ankäufer von unsauberen Geschäften unterscheiden.
Was ist Schrottabholung und wer macht das?
Schrottabholung bedeutet: Ein Ankäufer kommt zu Ihnen nach Hause, begutachtet Ihre Metallgegenstände und zahlt für das Altmetall. Das ist kein Entsorgungsdienst — das ist ein echtes Geschäft, bei dem der Ankäufer verdient und Sie auch noch Geld bekommen. Schrotthändler kaufen Altmetall nicht aus Nächstenliebe, sondern weil sie es an große Recyclingbetriebe oder Metallverarbeiter weiterverkaufen und dabei selbst Gewinn machen.
Die Preise schwanken je nach Metallsorte und aktuellem Weltmarktpreis. Kupfer ist am wertvollsten (aktuell etwa 8–10 Euro pro Kilo), Messing bringt 4–6 Euro, Edelstahl deutlich weniger (0,20–0,50 Euro). Eisen und Stahl sind fast wertlos, werden aber trotzdem oft mitgenommen, wenn größere Mengen vorliegen. Das Geschäftsmodell funktioniert nur mit Volumen — einzelne Teile lohnen sich für die Schrotthändler selten.
Welche Gegenstände kauft ein Schrotthändler an?
Als Faustregel gilt: Je schwerer und je metallischer, desto mehr Wert. Alte Waschmaschinen werden fast immer angenommen, ebenso Kühlschränke, Herde und andere Großgeräte. Der Grund: Sie enthalten viel Stahl und oft auch Kupferkabel. Ein alter Kühlschrank bringt dem Ankäufer meist 3–8 Euro, weil er schwer ist und verwertbares Material enthält. Eine defekte Mikrowelle hingegen interessiert kaum jemanden.
Hier eine praktische Übersicht, was Schrotthändler kaufen und was nicht:
- Gerne gekauft: Waschmaschinen, Trockner, Kühlschränke, Herde, Badewannen (Gusseisen), Fahrräder, Leitern (Metall), Rohre, Drähte, Kupferkabel, Autoteile wie Felgen und Motoren
- Manchmal gekauft: Fernseher (wegen der Rohrstoffe), Mikrowellen, Öfen, Heizungsanlagen, alte Werkzeuge aus Metall
- Nicht gekauft: Elektronik-Schrott ohne hohen Metallanteil, Kunststoffgegenstände, verschimmelte Textilien, Altpapier
Wenn Sie eine professionelle Entrümpelung planen und große Mengen Schrott haben, lohnt sich eine Schrottabholung besonders. Sie können später auf entruempelungsportal.de kostenlos Angebote von Entrümpelungsfirmen einholen, die auch Schrotthändler kennen und den besten Preis für Ihre Gegenstände verhandeln können.
Schritt 1: Schrott sammeln und sortieren
Beginnen Sie damit, alle Metallgegenstände zu sammeln und grob zu sortieren. Trennen Sie Kupfer von anderen Metallen — Kupferkabel und Kupferrohre haben deutlich höheren Wert. Eine Sammlung von 50 bis 100 Kilogramm macht aus Sicht eines Schrotthändlers Sinn. Darunter lohnt sich oft der Aufwand nicht.
Zerlegen Sie Gegenstände nicht selbst, wenn Sie keine Erfahrung haben. Ein Kühlschrank in Einzelteile zerlegt ist nicht unbedingt mehr wert — der Aufwand ist einfach zu groß. Schrotthändler haben spezialisierte Maschinen und Techniker, die das professionell machen.
Schritt 2: Seriöse Schrotthändler finden
Geben Sie in Google nach „Schrottabholung [Ihre Stadt]“ ein oder suchen Sie auf gelbeseiten.de nach Schrottankäufern. Achten Sie auf folgende Qualitätsmerkmale: ein festes Geschäftsbüro (nicht nur eine Handynummer), mindestens 4 Sterne Bewertung auf Google Maps, ein Impressum auf der Website, und eine gültige Registrierung als Schrotthändler (die meisten müssen bei der Industrie- und Handelskammer angemeldet sein).
Rufen Sie mehrere Betriebe an und fragen Sie nach dem ungefähren Wert Ihrer Metallmengen. Seriöse Schrotthändler nennen ehrlich, ob sich eine Abholung für sie lohnt. Manche verlangen sogar Anfahrtsgebühren, wenn die Menge zu gering ist — das ist nicht unseriös, sondern realistisch. Die Fahrt zu Ihnen nach Hause kostet dem Betrieb oft 30–50 Euro.
Schritt 3: Vor-Ort-Besichtigung und Preisabsprache
Der beste Schrotthändler kommt zu Ihnen, schaut sich alles an und macht ein faires Angebot. Der Preis ist nicht verhandelbar, wenn die Metallsorte und das Gewicht geklärt sind — der Weltmarktpreis für Kupfer oder Aluminium ist objektiv bestimmbar. Allerdings können Sie fragen, ob der Ankäufer auch schwer zugängliche oder zerlegte Materialien mitnimmt.
Achten Sie darauf, dass der Schrotthändler transparent arbeitet: Er sollte vor Ort wiegen (oder Sie auf eine Waage gehen) und den Preis je Kilo nennen. Ein Zettel mit der genauen Gewichtsmenge und dem Endbetrag ist Standard. Wenn jemand einfach alles einladen will ohne zu wiegen — Vorsicht!
Schritt 4: Bezahlung und Abholung
Bezahlung erfolgt fast immer in bar, direkt vor Ort. Die gängigen Zahlungsweisen sind Sofortüberweisung oder Barzahlung — es gibt kaum Schrotthändler, die per Paypal oder Kreditkarte arbeiten. Das sollte Sie nicht abschrecken, ist aber normal.
Die Abholung dauert gewöhnlich 30 Minuten bis 2 Stunden, je nach Menge und Zugänglichkeit. Der Hof oder die Straße wird danach allerdings nicht fegen — räumen Sie vorher auf oder klären Sie mit dem Ankäufer, was er mit kleineren Metalltrümmern macht.
Schrottabholung vs. Entrümpelung — wann nutze ich was?
Wenn Sie nur Metallschrott und kleine Mengen haben, ist eine direkte Schrottabholung günstiger und schneller. Wenn Sie aber ganze Räume, Haushaltsauflösungen oder Mischmengen (Metall, Möbel, Elektronik) haben, ist eine professionelle Entrümpelungsfirma besser. Diese kennt Schrotthändler, verkauft das Metallgut an die richtigen Plätze und handelt bessere Preise aus. Der Unterschied kann 100–200 Euro ausmachen, wenn es um größere Mengen geht.
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Fazit: Schrott richtig entsorgen und dabei Geld sparen
Schrottabholung lohnt sich besonders für Metall mit hohem Materialwert — oft sogar kostenlos oder gegen Bezahlung. Wer mehr als nur Metall loswerden will, spart mit einer Entrümpelung Zeit und Aufwand.
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Häufige Fragen: Schrottabholung
Was nimmt die Schrottabholung mit?
Professionelle Schrottabholer nehmen mit: Altmetall aller Art (Eisen, Kupfer, Aluminium, Messing), Elektroschrott, Haushaltsgeräte, Waschmaschinen, Herde, Fahrräder, Metallmöbel und Kabelreste. Was keinen Metallanteil hat, wird in der Regel nicht mitgenommen.
Ist die Schrottabholung kostenlos?
Für reinen Metallschrott mit hohem Materialwert (Kupfer, Messing, Aluminium) oft ja — der Schrotthändler verdient am Materialwert. Bei gemischtem Schrott mit wenig Metallanteil oder Elektroschrott können geringe Gebühren anfallen.
Wie finde ich einen seriösen Schrottabholer?
Seriöse Anbieter nennen einen festen Preis oder nehmen Metallschrott kostenlos mit. Sie haben eine vollständige Adresse, verlangen keine Vorkasse und stellen auf Wunsch Entsorgungsnachweise aus. Vorsicht vor dubiosen Wanderhändlern ohne Firmenadresse.
Was kostet die Schrottabholung?
Für wertvolle Metalle wie Kupfer oder Messing ist die Abholung oft kostenlos oder es wird sogar ein Erlös ausgezahlt. Für gemischten Schrott oder Elektroschrott fallen in der Regel 50 bis 200 Euro an — je nach Menge und Aufwand.
Kann ich Elektroschrott bei der Schrottabholung mitgeben?
Ja, viele Schrottabholer nehmen auch Elektroschrott mit — Waschmaschinen, Herde, Kühlschränke, Computer. Kühlschränke enthalten FCKW und werden separat fachgerecht entsorgt. Auf Entsorgungsnachweis bestehen.
Was ist der Unterschied zwischen Schrottabholung und Entrümpelung?
Die Schrottabholung nimmt gezielt Metall und Elektroschrott mit. Eine Entrümpelung räumt alles aus — Möbel, Hausrat, Sperrmüll und Schrott. Wer mehr als nur Metall loswerden will, ist mit einer Entrümpelungsfirma besser bedient.
Wie wird Schrott beim Abholer bewertet?
Nach Metallart und Gewicht. Kupfer erzielt die höchsten Preise (3 bis 8 Euro/kg), gefolgt von Messing und Aluminium. Eisen und Stahl haben geringere Kilopreise. Preise schwanken je nach Weltmarktlage.
Kann ich Schrott auch selbst zum Schrottplatz bringen?
Ja, das ist oft günstiger als eine Abholung — besonders wenn Sie die Menge selbst transportieren können. Viele Schrottplätze zahlen sogar Geld für wertvolle Metalle. Öffnungszeiten vorab prüfen.
Was passiert mit dem abgeholten Schrott?
Metalle werden sortiert, aufbereitet und als Rohstoff in die Industrie verkauft. Recyceltes Metall benötigt bis zu 95 Prozent weniger Energie als die Neuproduktion — Schrottrecycling ist damit einer der effektivsten Umweltbeiträge.
Wann lohnt sich eine Entrümpelung statt reiner Schrottabholung?
Sobald neben Schrott auch Möbel, Sperrmüll oder andere Gegenstände entsorgt werden sollen. Eine Entrümpelungsfirma übernimmt alles in einem Termin — günstiger und zeitsparender als mehrere separate Dienste zu beauftragen.
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